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„Die Gemeinschaft ist mir wichtig. Vor allem mein Team.“

„Die Gemeinschaft ist mir wichtig. Vor allem mein Team.“

Marc Eßmann
29 Jahre alt, gelernter Zerspanungsmechaniker, arbeitet im Motorenwerk bei Ford in Köln.

Warum ihm sein Team wichtig ist:
„Ich sehe das so: Arbeit ist ein großer Bestandteil deines Lebens. Du musst dich an der Arbeit nicht gleich zu Hause fühlen, aber du musst dich zumindest wohlfühlen. Deshalb ist mir die Gemeinschaft wichtig, das Miteinander mit den Menschen. Vor allem mein Team. Wir arbeiten hier in der Motorenmontage und bauen den Ein-Liter- Motor. Und ich muss ehrlich sagen: Es gibt nicht wenige Tage, an denen ich mich auf die Arbeit freue. Gerade auf das Team. Wenn zum Beispiel ein Kollege aus dem Urlaub kommt und man sich unterhält: Wie war‘s denn und so… Das ist schön. Der Vorteil hier ist auch: Es gibt einen stetigen Wandel. Immer wieder kommen neue Leute ins Team. Das finde ich eine interessante Sache, neue Leute kennenzulernen. Zu sehen, wie die in den Job reinwachsen. Ich finde das herrlich, wenn man merkt, dass jemand ins Team passt.“

Was er an Gewerkschaft spannend findet:
„Die IG Metall – das ist der Überbau für unsere Gemeinschaft. Gewerkschaft sind wir als Metaller alle zusammen. Was mir daran gefällt: Man kann sich konstruktiv unter Kollegen austauschen. Was meinen andere? Wie sieht es in anderen Betrieben aus? Wie gestalten die die Arbeitszeit? Bei uns sind die Arbeitszeiten gut. Ich arbeite im Zwei-Schicht-Betrieb, früh und spät. Für die Produktion von einem neuen Motorenmodell bekommen wir jetzt ein neues Schichtmodell: Zwei Tage früh, zwei Tage spät, zwei Tage Nacht, zwei Tage frei. Da wird dann auch am Samstag gearbeitet. Das war eine Entscheidung, um die Produktion hier nach Köln zu bekommen. Da geht es um Arbeitsplätze, und jeder Arbeitsplatz ist wichtig. Dieser schnelle Wechsel im Zwei-Tages-Rhythmus ist ganz gut, der ist am ehesten gesundheitsverträglich.“

Worüber er sich freuen kann wie ein kleiner Junge:
„Wir bauen hier Motoren für Autos. Das Produkt generell macht stolz, weil es einfach faszinierend ist. Als ich hier anfing, hatte ich keine Ahnung, wie ein Motor funktioniert. Bis ich dann gelernt habe: Jede Zündung ist eine kleine, kontrollierte Explosion. Das muss man sich mal vorstellen. 6000 kontrollierte Explosionen pro Minute. Dass ist doch der totale Wahnsinn, dass das so zuverlässig funktioniert. Dafür kann ich mich jeden Tag begeistern.“

Fotos: Stephen Petrat.

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