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„Mir ist meine Freizeit als Ausgleich zur Arbeit sehr wichtig.“

„Mir ist meine Freizeit als Ausgleich zur Arbeit sehr wichtig.“

Katharina von Salzen
55 Jahre alt, arbeitet als Vertriebsassistentin bei Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen, gelernte Technische Zeichnerin und Betriebswirtin

Über ihre Arbeit
Schwerpunkt meiner Aufgaben ist, Führungen für interne und externe Besucher bei Rheinmetall in Bremen zu organisieren. Zentraler Bestandteil dieser Führungen ist die Präsentation unserer Simulationsanlagen. Wir haben unter anderem Simulatoren für den Luft-, Land- und Wassereinsatz. Sehr beliebt ist unsere Schiffsbrücke. Hier können beispielsweise angehende Kapitäne lernen, wie man bei stürmischem Wetter in den Hafen von Singapur einläuft. Es ist immer wieder faszinierend, welchen Eindruck die Simulation bei den Besuchern hinterlässt. Obwohl sich nur das Bild auf der Leinwand bewegt, hat man das Gefühl, dass das Schiff schaukelt. Ähnlich verhält es sich bei unserem ebenfalls sehr beliebten Helikopter-Simulator. Unsere Gäste sind in erster Linie potentielle Kunden. Aber wir bieten auch Führungen und Trainings für bestimmte Gruppen an.

Was ihr an der Arbeit gefällt
„Das Organisieren der Besuchergruppen macht mir sehr viel Spaß. Ich habe dabei Kontakt zu Kollegen aus dem Vertrieb und der Technik. Besonders gerne arbeite ich mit den Kollegen zusammen, die unsere Simulatoren vorführen. Das sind erfahrene Leute, die immer sehr aufgeschlossen und hilfsbereit sind. Für mich sind die Menschen sehr wichtig. Ich mag das Kollegiale, das Gemeinschaftliche. So oft wie möglich suche ich den persönlichen Kontakt – und das nicht nur zum Ausgleich für die heutige E-Mail-Überflutung. Das hat auch was mit Wertschätzung zu tun. Außerdem regeln sich manche Dinge im persönlichen Gespräch viel besser und einfacher.“

Über Arbeitszeit und Freizeit
Ich gehöre zu den wenigen, die noch einen 35-Stunden-Vertrag haben – und den möchte ich auch nicht hergeben. Mir ist meine Freizeit als Ausgleich zur Arbeit sehr wichtig. An den Wochenenden fahre ich so oft wie möglich mit meinem Motorrad. Im Urlaub letztes Jahr waren wir damit in Norwegen.

Über Gewerkschaft
Viele meinen, dass sie für sich selbst am besten selber verhandeln können. Bis sie eines Besseren belehrt werden. Wir sind hier der einzige Standort von Rheinmetall, der keinen Tarifvertrag hat. Das will ich gerne ändern. Wir machen viele Aktionen für einen Tarifvertrag, befragen die Beschäftigten und bekommen ein gutes Feedback. Ich habe gemerkt, dass das mein Ding ist – für einen Tarifvertrag zu kämpfen. Das ist mir wichtig.

Fotos: Stephen Petrat.

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