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„Ein netter und wertschätzender Umgang miteinander ist mir wichtig.“

 

„Ein netter und wertschätzender Umgang miteinander ist mir wichtig.“

Gordana Baumann
43 Jahre alt, Assistentin des Betriebsrates bei Sartorius Stedim Biotech GmbH in Göttingen.

Über ihre Arbeit:
„Wir wachsen hier mit der Biotechnologie. Das ist ein boomendes Geschäft, das Unternehmen investiert und baut, und Leute werden eingestellt. Groß geworden ist Sartorius mit der Wägetechnik – Waagen für Apotheken oder Farbwaagen zum Beispiel. Ich habe Bürokauffrau gelernt und zusätzliche Weiterbildungen absolviert, die letzte war im Jahr 2013 als Personalfachkauffrau und vor neun Jahren habe ich als Assistentin des Betriebsrates angefangen. Ich bereite die Sitzungen des Betriebsrates vor, führe Protokolle, bin auch für die Nachbereitung zuständig, koordiniere viele Termine. Außerdem bin ich im Betrieb der erste Ansprechpartner für alles, was mit Betriebsrat zu tun hat. Meine Arbeit ist schon sehr spannend, ich bekomme einfach eine Menge aus sämtlichen Bereichen des Unternehmens mit. Ich bin zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet.“

Was sie an ihrer Arbeit mag:
„Ich bin von Natur aus ein offener Typ. Als Assistentin des Betriebsrates kenne ich fast jeden hier im Haus. Wenn ich über die Flure laufe, dann ist das immer ein großes Hallo. Man nennt mich auch die gute Seele des Betriebsrates. Ich finde wichtig, dass man einen netten und wertschätzenden Umgang miteinander pflegt, und das machen wir hier. Das ist sogar so, wenn wir ’streiken‘. Wenn wir als Vertrauensleute dann morgens am Drehkreuz stehen und den Streikaufruf verteilen, dann ist da fast immer eine freundliche Stimmung. Es gibt hier einfach eine tolle Sartorius-Kultur untereinander. Das gefällt mir. Jeder ist sofort bereit, dem anderen zu helfen.“

Über Gewerkschaft:
„Ich bin Gewerkschaftsmitglied, seit ich denken kann. Das gehört für mich einfach dazu. Bevor ich zu Sartorius Stedim Biotech kam, war ich Mitglied bei ver.di, weil bei meinem ehemaligen Arbeitgeber eben ver.di zuständig war. Irgendwann bin ich gefragt worden, ob ich nicht Vertrauensfrau der IG Metall werden will. Als Vertrauensleute sind wir die ersten Ansprechpartner für alles, was mit der IG Metall zu tun hat und darüber hinaus. Wir sitzen auch in verschiedenen Ausschüssen der IG Metall und erfahren, welche Themen in anderen Unternehmen vorhanden sind. Dann treffen wir uns, bündeln unser Wissen und streuen es im Betrieb. Mir ist wichtig, mit den Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu bleiben. Es ist einfach zu wenig, nur in Sitzungen über die IG Metall zu reden. Wir bereiten zum Beispiel jetzt schon die nächste Tarifrunde vor. Unsere Mitgliederzahlen wachsen.“

Fotos: Stephen Petrat.

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