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„Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um Sicherheit.“

„Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um Sicherheit.“

Tim Fleckenstein
20 Jahre alt, Industriemechaniker, arbeitet bei Linde Hydraulics in Kahl am Main.

Über seine Arbeit:
„Ich mache Zahnräder für die Getriebe von Gabelstaplern. Die Rohlinge kommen hier in die Maschine, werden gedreht und gefräst, und hinten kommt das Zahnrad raus. Am Tag sind das so zwischen 450 und 800 Zahnräder, je nach Typ. Das läuft vollautomatisiert und auf das 100stel genau. Später werden die Zahnräder noch gehärtet, dann kommen sie zum Schleifen, werden gewaschen, verpackt und verschickt. Hier an der Maschine bin ich verantwortlich für das, was ich mache. Ich nehme Stichproben, gehe in unseren Messraum und prüfe die Werte. Es geht darum, die Qualität hochzuhalten. Das hier ist meine erste Station nach der Ausbildung. Klar war ich aufgeregt am ersten Tag. Man kennt ja die Maschine nicht und die Leute auch nicht. „

Was ihm an der Arbeit gefällt:
„Wenn man den Bogen raus hat, ist das hier ein schöner Arbeitsplatz. Die Arbeit ist nicht körperlich anstrengend, eher geistig. Ich muss die Stückzahlen schaffen und Toleranzen einhalten. Das ist schon interessant, wenn man sich überlegt: Das erste Zahnrad sieht so aus wie das letzte. Du bist beschäftigt und siehst am Ende des Tages, was du gemacht hast. Wenn du dann einen Stapler von Linde siehst, denkst du: Vielleicht steckt da ein Zahnrad von mir drin? Das Klima hier im Betrieb ist persönlich, man kennt sich, alle sind freundlich zueinander. Ich bin ja noch neu in der Abteilung und brauche solche Unterstützung.“

Was er sich für die Zukunft vorstellt:
„Ich kann mir vorstellen, dass ich später meinen Techniker mache, so in Richtung Planung und Entwicklung, also eher Büroarbeit. Aber erstmal brauche ich mehr Erfahrung und will ein bisschen Geld verdienen. Ich konzentriere mich jetzt darauf, vertraut zu werden mit der Maschine und dem Arbeitsplatz hier, und dann sehen wir weiter.“

Über Gewerkschaft:
„Eingetreten bin ich direkt am Anfang meiner Ausbildung. Ich finde gut, was die Gewerkschaft macht. Es geht ja nicht nur um Geld, um die regelmäßigen Tariferhöhungen, oder um Urlaub, sondern auch um Sicherheit und solche Dinge. In meiner Ausbildung war ich Jugend- und Auszubildendenvertreter. Das fand ich gut: sich für andere Azubis einzusetzen. Man kann seine Meinung sagen und bekommt mit, was so abgeht im Betrieb.“

Fotos: Stephen Petrat.

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